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Unsere Knackpunkte.

Da wir uns als nachhaltiges Unternehmen verstehen, stoßen wir manchmal auch auf gewisse Knackpunkte. Ihnen gegenüber wollen wir uns offen und ehrlich verhalten. Deshalb stehen wir mit unseren Stakeholdern im ständigen Dialog über heikle Entscheidungen und Dinge, die besser sein könnten. Ein paar Beispiele:

Existenzlohn.

Die Mindestlöhne sind in Ländern wie Bangladesch, Indien und Pakistan viel niedriger als die Existenzlöhne. Wir möchten, dass alle Beschäftigten der Zeeman-Hersteller einen fairen Lohn erhalten, mit dem alle Grundbedürfnisse gedeckt werden können. Das unterzeichnen unsere Fabrikanten in unserem Code of Conduct. Aber was genau ein Existenzlohn ist, lässt sich nicht so einfach bestimmen. Er ist je nach Person, aber auch je nach Region und Land verschieden. Um dieses Dilemma in den Griff zu bekommen, müssen wir mit allen betroffenen Parteien zusammenarbeiten. Deshalb haben wir 2016 den Pakt des Branchenverbands IMVO für nachhaltige Kleidung und Textilien unterzeichnet und sind Mitglied der Ethical Trading Initiative (ETI) geworden. Die ETI-Mitglieder arbeiten bereits seit Jahren gemeinsam an einer Realisierung des Existenzlohns. Die Lehren aus den Erfahrungen werden jetzt zu wirklichen Veränderungen genutzt.

Transparenz in der Lieferkette.

Wir kontrollieren die Fabriken, mit denen wir zusammenarbeiten. Wir sprechen genau ab, was verbessert werden muss. Und wann. Aus Erfahrung wissen wir, dass sich so auch wirklich etwas verändert. Wenn in einer Fabrik etwas nicht in Ordnung ist, helfen wir, die Situation vor Ort zu verbessern. Wir könnten die Zusammenarbeit ja auch ganz einstellen, aber damit wäre den Menschen, die dort arbeiten, nicht wirklich geholfen. Durch die Unterzeichnung des Pakts des Branchenverbands IMVO für nachhaltige Kleidung und Textilien verpflichtet sich Zeeman dazu, die Produktionsstandorte mit dem Sekretariat des Pakts zu teilen. 2017 wurde eine Liste veröffentlicht, in der alle Hersteller der Unterzeichner des Pakts stehen. In der Bekleidungsbranche werden Aufträge regelmäßig weitervergeben. Das nennen wir Subcontracting. Die Vertreter von Zeeman vor Ort sorgen dann dafür, dass sich die Hersteller an unsere Subcontracting-Vorgaben halten. Eine Weitervergabe ist nur zulässig, wenn Zeeman vorab seine Zustimmung erteilt hat und der Unterauftragnehmer nach unserem Verhaltenskodex arbeiten kann.

Verwendung nachhaltigen Materials.

Zeeman möchte immer mehr Kleidung und Textilien aus nachhaltigem Material anbieten. Zum Beispiel aus Bio-Baumwolle oder Recyclingmaterial. Darum sind wir 2014 der Better Cotton Initiative beigetreten. 2020 müssen 25 Prozent unserer gesamten Kollektion aus nachhaltigem Material bestehen. Nachhaltiges Material ist mitunter teurer. Und wir wollen den Verkaufspreis unserer Produkte nicht anheben. Durch äußerste Anstrengung hoffen wir, aus dieser Zwickmühle herauszukommen.